Von:
Martin Hoepfner

e-komponist.de

Das Wort Komponist kommt vom lateinischen „componere“, zu Deutsch „zusammensetzen“. Der Komponist ist also ein „Zusammensetzer“. Aber beschreibt das wirklich schon alles?

Streng genommen hat das Wort recht. Wir Komponisten nehmen uns ein Instrument (ich zumeist das Klavier oder die Orgel), ein paar Blätter mit Notenzeilen und einen Bleistift (oder den Computer mit einem Notensatzprogramm) und dann werden die schwarzen Pünktchen mit und ohne den lustigen kleinen Fähnchen so zusammengesetzt, dass was möglichst Hörbares am Ende herauskommt.

Aber es steckt doch so viel mehr dahinter. Komponist zu sein, hat nicht unbedingt nur mit der Technik zu tun. Natürlich braucht es Übung und Kenntnisse in Notensatz, aber viel mehr sollte es einem Komponisten daran gelegen sein, den Klang seines Herzens zu Papier zu bringen und mit der geschriebenen Musik die Herzen anderer Menschen zu erfüllen.

Martin Luther hat einst gesagt, dass Musik die „Sprache der Engel“ sei. Sie sei das „Labsal für den betrübten Menschen“ und mache „die Seele fröhlich“. Ich sehe das genauso. Wir Komponisten – gerade wir, die Kirchenmusik komponieren – haben die große Verantwortung, Gottes Wort und Verheißung und die Sprache seiner Engel in einen Klang zu verwandeln, der Menschen tröstet, ihnen Mut, Hoffnung und Kraft schenkt und ihre Seele fröhlich macht.

Für mich sind Komponisten nicht diejenigen, die einfach Noten zusammensetzen, sondern diejenigen, die durch ihre Musik, eine gute Botschaft und die Menschen, die sie hören, miteinander verbinden.